Buchtipp: Yoga Anatomie 3D

14 Apr

Zu meiner Ausbildung zur Vinyasa Yogalehrerin gehört auch das Thema Antomie. Gerade bin ich in der heißen Endphase, um mich auf meine Prüfung in zwei Wochen vorzubereiten. Mit dem Lernen von Anatomie habe ich mich anfangs sehr schwer getan, da der Mensch ein sehr komplexes Wesen ist und ich mich auch erst in die lateinischen Bezeichnungen der Muskeln wieder reindenken musste. Da ich in der Schule das Latinum gelernt habe, kann ich mir inzwischen die lateinischen Begriffe wieder ganz gut merken.

Beim Lernen haben mir die schwarz-weiß Bilder in unserem Skript gar nicht geholfen, da man die Muskeln dort nicht deutlich sehen kann. Meine Rettung waren die Yoga-Anatomie 3D Bücher von Ray Long, die ich an dieser Stelle allen Anatomie-Interessierten weiterempfehlen möchte. Erschienen sind die beiden Bücher im Riva Verlag und können dort natürlich auch für rund 25,- Euro bestellt werden.Long_Macivor_Hires_4c

In den 3D Illustrationen von Chris Macivor erkennt man wunderbar,  wo der Ursprung und Ansatz der einzelnen Muskeln ist, wie der Muskel verläuft, über welche Gelenke er geht und wo der Antagonist und Synergist des Muskels sitzt. Mir haben die 3D Bilder wirklich geholfen, den ganzen Aufbau unserer Muskeln zu verstehen und vor allem auch genau zu sehen, wo z.B. beim Rückenstrecker (Erector spinae) die Antagonisten, in diesem Fall die Bauchmuskeln und die Synergisten, hier der große Rückenmuskel (Latissimus dorsi) und Trapezmuskel (Trapezius), verlaufen.

Nachdem ich Band 1 und Band 2 der Yoga-Anatomie 3D Bücher Schritt für Schritt durchgearbeitet habe, hat es irgendwann „Klick“ bei mir gemacht und ich habe inzwischen das Gefühl, ein gutes Verständnis und gleichzeitig einen guten Überblick über Anatomie zu haben. Der Autor Ray Long hat die Themen für mich gut verständlich erklärt.

Ich würde auch gleich beide Bücher empfehlen, da Band 1 die Grundlagen liefert über die anatomischen Lage- und Richtungsbezeichnungen, das Skelett, die Gelenke, die Bänder und vor allem die Muskeln, die aufgeteilt nach:

  1. Beckengürtel und Oberschenkel
  2. Der Rumpf
  3. Schultergürtel und Oberarme

sehr präzise erklärt werden mit vielen anschaulichen 3D Bildern dazu passend.

Yoga Anatomie 3D, Band 2

Band 2Long_Band_2HiRes baut dann auf den Basics auf und zeigt genau, in welcher Yogaübung welcher Muskel angespannt oder gedehnt wird. Dazu wird eine sehr clevere Methode bei den Illustrationen verwendet: Die Muskeln, die kontrahiert werden, sind blau eingefärbt und die gedehnten Muskeln sind rot eingefärbt, wie hier auf dem Cover-Foto gut zu sehen ist.

So kann man immer sehen, bei welche Yoga-Asana welche Muskeln aktiviert und welche gedehnt werden. Das Buch ist in zwei Teile gesplittet: zuerst die Theorie mit der Erklärung der Dehnung und Aktivierung der Muskeln und danach kommen im Praxis-Teil die einzelnen Übungen und auch der Sonnengruß. Jede Asana wie z.B. Krieger I (Virabhadrasana I) wird aus verschiedenen Perspektiven illustriert, so dass man erkennen kann, welche Muskeln vorne und hinten am Bein, bzw. am Rücken oder Bauch aktiviert und welche gedehnt werden bei der Übung.

Das Buch ist sicherlich nicht nur für Yoga-Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene Yogis nützlich.

Viel Spaß beim Lesen oder Anatomie-Lernen!

Namasté,
deine Stefanie

 

5 Antworten to “Buchtipp: Yoga Anatomie 3D”

  1. Corina 20. April 2012 um 11:13 am #

    Deine Begeisterung für die beiden Yoga-Anatomie 3D Bücher von Ray Long ist ansteckend. Wie hast du das denn genau gemacht, als du sie Schritt für Schritt durchgearbeitet hast? Ich hab‘ beide Bücher bei mir auch im Regal rumliegen, doch mir fehlen die Ideen wie ich sie mir „aneignen“ könnt‘.
    Hast du dir Seite für Seite angeschaut, die einzelnen unzähligen Muskeln usw. auswendig gelernt oder wie hast du das gemacht?

    Grüessli aus der Schweiz,
    Corina

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    • yogastern 20. April 2012 um 11:48 am #

      Hallo liebe Corina,
      in einer Woche habe ich meine Prüfung zur Yogalehrerin und bin gerade mitten im Lernen. Das Thema Anatomie war anfangs eher fremd für mich und ich habe mich mit dem Lernen der Anatomie-Themen am Anfang sehr schwer getan. Dann habe ich die beiden Bücher durchgelesen und irgendwann habe ich das Gefühl gehabt, den ganzen Körper und Muskelaufbau zu verstehen. Da es bei mir zeitlich nicht anders ging, habe ich immer abends vor dem Schlafen gehen 2-5 Muskeln bzw. bei Band 2 mehrere Asanas durchgelesen. Im Anschluss habe ich dann noch einmal die relevanten Muskeln und Funktionen für mich zusammengefasst. Versuche es doch auch mal Stück für Stück und schreibe mir gerne wieder, ob es bei dir auch funktioniert hat.

      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Stefanie

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      • Niels H. 8. August 2012 um 6:32 pm #

        Hey Stefanie,

        erst einmal Danke für den klasse Beitrag! Das Buch kannte ich noch nicht.

        Wie werdet ihr denn bei der Yoga Prüfung abgefragt? Geht es nur darum den gesamten Bewegungsapparat zu verstehen oder müsst ihr auch die lateinischen Begriffe auswendig können? Was ist mit Nerven, Venen und Arterien?

        Grüße aus Berlin,

        Niels

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      • yogastern 10. August 2012 um 12:30 pm #

        Hallo Niels,
        das Buch ist klasse zum Anatomie verstehen. Ich selbst habe auch die lateinischen Begriffe gelernt. Das ist mir aber leicht gefallen da ich in der Schule das Latinum gelernt habe.

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Buchrezension: Yoga Anatomie | yogastern - 6. April 2014

    […] Monaten habe ich das Buch endlich soweit durchgearbeitet, dass ich es euch vorstellen kann. Bei Anatomie-Büchern brauche ich immer länger, weil sie sich einfach nicht wie Romane in einem Rutsch durchlesen lassen. Vielmehr lohnt es sich […]

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