Tag Archives: Ayurveda

Sommertipps aus dem Ayurveda rund um den Pitta-Ausgleich

20 Jul

Der Sommer ist aus ayurvedischer Sicht eine Jahreszeit, die unserem Körper viel abverlangt. Während wir in diesen heißen Tagen vielleicht in Urlaubsstimmung sind und die Sonne genießen wollen, erhöht sich in unserer Umgebung das Pitta-Dosha. Unser Körper verlangt nach einem Ausgleich, weshalb Agni, unser „inneres Feuer“ – also der Stoffwechsel – reduziert arbeitet. Aus diesem Grund ist unsere Verdauungskraft im Sommer geschwächt, Aktivitäten fallen schwer, wir haben nur ein geringes Hungergefühl. Weiterlesen

Volker Mehl kreiert vegane Rezepte für Selbstversorger

29 Mrz
Die Kochbücher von Volker Mehl haben in meiner Küche einen Ehrenplatz. Das liegt daran, dass sie eng mit meiner eigenen Ernährungsumstellung verbunden sind. Als ich vor einigen Jahren meine Cover_ Koch dich glücklich mit AyurvedaErnährung komplett auf vegetarisch umgestellt habe, war mein absolutes Lieblingskochbuch, aus dem ich jede Woche ein neues Rezept ausprobiert habe, “Koch dich glücklich mit Ayurveda” von Volker Mehl und Christina Raftery. Mit seinen raffinierten ayurvedischen Gerichten, konnte ich viele Freunde und meine Familie von der vegetarischen Küche begeistern. Das Besondere am Kochen nach Ayurveda ist, dass man im Ayurveda die sechs verschiedene Geschmacksrichtungen salzig, süß, sauer, scharf, bitter und herb anspricht.
cover_so schmeckt glückAls ich mich dann entschieden haben, von der vegetarischen auf die vegane Lebensweise umzusteigen, hat mir das Buch „So schmeckt Glück“ von Volker Mehl und Christina Raftery sehr geholfen. Und auch sein drittes Buch hat eine besondere Bedeutung für mich, da er sich dabei der Familienküche widmet in „Meine Ayurveda-Familienküche“. Die ayurvedischen Rezpete passen wunderbar zu meiner momentanen Lebensphase, in der ich für meine beiden kleinen Kinder koche.
Nun freue ich mich riesig, dass ich nun sein viertes Buch „Back to the Wurzeln. Vegetarische und vegane Rezepte für Selbstversorger“ vorstellen kann und ich Volker Mehl zu seinem Buch einige Fragen stellen durfte.
Volker Mehl beim Kochen

Fotografin: Michaela Auer

Nachdem wir uns nun glücklich gekocht und das Glück im Topf gefunden haben, können wir bei diesem Buch durch die wiedergefundene Verbindung zur Natur unser Glück intensivieren?

Auf jeden Fall, je tiefer die Verbindung reicht, angefangen beim Pflanzen, desto intensiver ist das Glücksgefühl.

Wie kam es zu dem deutsch-englischen Titel „Back to the Wurzeln?“

Die Idee meines Verlegers war ursprünglich ein Buch mit dem Titel Back to Basics. Das klang mir aber zu sehr nach dem üblichen Ratgeber Allerlei. Abgesehen davon bin ich kein Fan von reinen Anglizismen und da ich gerne mal Brüche in übliche Muster bringe, hatte ich die Idee der Kombi, bei der aber dennoch der Kern des Buches zum Ausdruck kommt.
 Buchcover Back to the Wurzeln

Sind die über 80 veganen und vegetarischen Rezepte ebenso wie in deinen anderen drei Büchern nach den ayurvedischen Prinzipien zusammengestellt?

Auf jeden Fall, wobei sich ganz viele Menschen unter Ayurveda etwas schwer Exotisches vorstellen. Meine Lieblingsfrage ist, sag mal Volker, isst du auch noch was normales? Es gibt keine normalere Art sich zu ernähren, als nach der Idee des Ayurveda! Eine passende Ernährung im Kreislauf der Natur, deshalb hat ja jede Oma früher Ayurveda gelebt.

Hast du selbst gerade angefangen zu gärtnern oder wie bist du auf die Idee gekommen, den Schwerpunkt deines neuen Buches auf Rezepte für Selbstversorger zu legen?

In erster Linie war es die Idee meines Verlegers, einen neuen Aspekt ins Buch zu bringen. Ich bin jetzt selber auch nicht der große Gärtner, das Arbeiten am Buch hat aber auch meinen Horizont immens erweitert.

Inwiefern kann jeder mit Hilfe der Garten-Basics und der „Big Five“ des erfolgreichen Gärtnerns zum Selbstversorger werden?

Natürlich ist mir klar, dass keiner der das Buch kauft zum reinen Selbstversorger wird. Es geht mir vor allem darum, Spaß am selber machen zu wecken und zu zeigen, dass vieles nicht so selbstverständlich ist. Wenn man sieht, wie viel Arbeit in ein paar Karotten steckt, hat die nächste Suppe ein ganz andere Wertigkeit.
Volker Mehl sw

Fotografin: Michaela Auer

Die Rezepte sind passend zu den vier Jahreszeiten angeordnet. Warum werden nach der Ayurveda-Philosophie je nach Jahreszeit unterschiedliche Mahlzeiten empfohlen?

Ganz einfach: In Zeiten, als im Supermarkt nicht rund ums Jahr Sommer war, gab es in der Natur nicht anderes. Dann verändert sich im Verlauf eines Jahre natürlich auch die energetische Power unseres Stoffwechsels. Im Hochsommer bei 35 Grad werden nur ganz wenige Leute eine Weihnachts-Gans mit Klößen, Rotkraut und Bratäpfeln runter kriegen.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – welches ist denn deine liebste Jahreszeit und warum?

Mit zunehmendem Alter wird mir der Sommer immer sympathischer, die Wärme ist sehr heilsam für Knochen und Gelenke.Herzlichen Dank für das Interview.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachkochen mit den ayurvedischen Rezepten von Volker Mehl! Schreibt mir doch, welches euer ayurvedisches Lieblingsrezept ist. Ich freu mich über eure Kommentare!

Namasté,
deine Stefanie

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Mein ayurvedisches Lieblingskochbuch: So schmeckt Glück

18 Okt

Seit fast zwei Jahren begeistert mich die ayurvedische Küche. Cover_ Koch dich glücklich mit AyurvedaInzwischen habe ich viele Freunde, Kollegen und vor allem meine Familie mit den vegetarischen Ayurveda-Rezepten glücklich gemacht. Die passenden Rezepte dazu habe ich aus dem ersten Buch von Volker Mehl „Koch dich glücklich mit Ayurveda“. Nachdem ich nun wirklich fast alle leckeren Rezepte aus dem Kochbuch ausprobiert habe, konnte ich es kaum erwarten, dass sein zweites Kochbuch in den Handel kommt. Anfang September ist das neue Buch von Volker Mehl im Kailash-Verlag dann endlich erschienen: Weiterlesen

Vata, Pitta und Kapha: die drei Ayurveda-Typen

8 Aug

Yoga ist Teil des Ayurveda, einer mehrere tausend Jahre alten Gesundheitslehre aus Indien. Ayurveda bedeutet das Wissen vom langen Leben. Bei der ayurvedischen Ernährung wird zwischen drei Konstitutionstypen unterschieden: Vata, Pitta und Kapha, das sind die sogenannten drei Doshas nach Ayurveda. Nach dem ganzheitlichen Ansatz des Ayurveda bestimmen diese drei Doshas Vata, Pitta und Kapha unsere körperlichen und seelischen Eigenschaften. Wer sein eigenes Dosha kennt, kann dadurch seine Ernährung typgerecht anpassen. Durch eine passende Ernährung nach der jeweiligen Konstitution kann man sein Wohlbefinden steigern und sein inneres Gleichgewicht erlangen. Weiterlesen

Leichte Sommerküche ayurvedisch kochen

20 Jul

Bei diesem schönen Sommerwetter bin ich immer auf der Suche nach leichten Rezepten für eine sommerliche Küche. In dem Kochbuch „Ayurvedisch kochen“ bin ich fündig geworden und habe mich heute für Carbonara mit Zucchini und Ziegenkäse entschieden.

Die Zubereitungszeit hat bei mir nur ca. 15 Minuten gedauert. Ein einfaches und schnelles Gericht bei diesen heißten Temperaturen!

Und das ist dabei rausgekommen:

Carbonara mit Zucchini und Ziegenkäse

Das macht Appetit auf mehr ayurvedische Rezepte, oder? Das habe ich mir auch gedacht und gleich noch ein Rezept zum Nachtisch ausprobiert aus demselben Kochbuch: Maispfannkuchen mit Kirschen und Ahornsirup

Maispfannkuchen mit Kirschen und Ahornsirup

Beide ayurvedische Rezepte waren super lecker, so dass ich sie gerne weiter empfehle. Die genaue Anleitung zum Kochen findet ihr im Kochbuch „Ayurvedisch kochen. Gewicht verlieren, Lebensfreude gewinnen“ von Anjum Anand: Ayurvedisch kochenauf Seite 134 das Carbonara-Gericht und auf Seite 60 den Pfannenkuchen (mit Buttermilch und ohne Eier), jeweils mit verschiedenen Variationen passend für die drei Dosha-Typen.

Bei jedem Rezept steht dabei, ob es für den Pitta-, Vata- und/oder den Kapha-Typ geeignet ist und mit welchen Zutaten man das Rezept je nach Typ variieren kann.

Ayurvedisch kochenIn dem Kochbuch stehen auch viele Tipps zum Abnehmen, die ich mir jedoch nicht so genau angeschaut habe, da bei mir kein Bedarf besteht. Beim Ayurveda geht es für mich vor allem um einen gesunden Lebenstil und die Balance zu halten, d.h. vor allem auch das richtige Maß beim typgerechten Essen zu finden.

Yoga und Ayurveda

Da dies kein Kochblog, sondern ein Yogablog ist, interessiert mich vor allem die Verbindung von Yoga und Ayurveda. In unserer westlichen Welt entdecken immer mehr Menschen Yoga und die ayurvedische Ernährung. Beides hilft uns in unserem hektischen und oft stressigen Alltag zur Ruhe zu kommen, Entspannung zu finden und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Daher nimmt heutzutage die Verbreitung und Bedeutung von Yoga und Ayurveda immer mehr zu. Ayurveda ist dabei eine Philosophie und uralte Naturheilkunde.

Mein Fazit: Das Kochbuch „Ayurvedisch kochen“

von Anjum Anand bietet tolle Tipps und ayurvedische Rezepte für eine ganzheitliche und typgerechte Ernährung. Durch die richtige Ernährung in Kombination mit Yoga, lassen sich Körper, Geist und Seele wieder in Einklang bringen und das steigert das individuelle Wohlbefinden. Die meisten Rezepte sind leicht umsetzbar und lassen sich auch bei wenig Zeit im Alltag nachkochen. Was mich überrascht hat, sind die vielen Fisch- und Fleischrezepte, da ich bei einem Ayurveda-Kochbuch eigentlich nur vegetarische Rezepte erwartet hätte.

Wer Interesse an seine Konstitution hat, kann gleich zu Beginn des Buches seinen Dosha-Typ mit Hilfe eines Fragekatalogs bestimmen. Dabei kann man seine Haupt- und Nebenkonstitution der drei Ayurveda-Dosha-Typen bestimmen: Pitta-, Vata- oder Kapha-Typ.

Nach dem ganzheitlichen Ansatz des Ayurveda bestimmen diese drei Doshas Pitta, Vata und Kapha unsere körperlichen und seelischen Eigenschaften. Wer also sein Dosha kennt, kann anschließend durch eine typgerechte Ernährung sein Wohlbefinden steigern und so sein inneres Gleichgewicht erlangen.

Cover_ Koch dich glücklich mit AyurvedaWenn ihr auf den Geschmack gekommen seid, findet ihr noch viele weitere Ayurveda-Rezepte in meinem Lieblings-Kochbuch „Koch dich glücklich mit Ayurveda“ von Volker Mehl, das ich euch im Yogastern-Blog schon einmal vorgestellt habe 😉

Viel Glück im Kochtopf wünscht
Stefanie

Weltvegetariertag: Warum bist du Vegetarier?

1 Okt

Heute ist Weltvegetariertag, daher habe ich mir gedacht: Das ist ein guter Tag, um einmal darüber zu schreiben, warum ich Vegetarier bin und was es da für einen Zusammenhang zum Yoga gibt.

Bei mir war es tatsächlich so, dass ich wegen meiner intensiven Yogapraxis vor einiger Zeit zur Vegetarierin geworden bin. Nach und nach hat bei mir die Lust auf Fleisch und Fisch nachgelassen, bis ich mir gedacht habe, warum nicht einfach ganz darauf verzichten? Gesagt, getan. Ich vermisse nichts und genieße es, immer wieder neue vegetarische Rezepte auszuprobieren. Ich konnte bei meinem Körper viele positive Wirkungen feststellen, z.B. dass ich viel mehr Energie für den Tag habe, weniger krank oder müde bin, wenn ich mich gesund ohne Fleisch und Fisch mit viel frischen Obst und Gemüse ernähre. Und Mangelerscheinungen habe ich auch keine bekommen, da ich vollwertig und abwechslungsreich esse.

ahimsa

Bei der Yoga-Philosophie ist das erste der fünf Yama-Prinzipien, die vorgeben, wie wir uns gegenüber unserer Umwelt verhalten sollten, ahimsa (das aus dem Sanskrit mit Gewaltlosigkeit oder Rücksicht übersetzt wird). Mit Gewaltlosigkeit ist zum einen gemeint, dass wir niemandem körperliche Schmerzen zufügen zum anderen aber auch, dass wir niemanden mit unseren Worten oder Gedanken verletzten, also Rücksicht auf unsere Umwelt nehmen. Ich kenne einige Yogis, die wegen ahimsa zum Vegetarier geworden sind und auch bei mir hat der Gedanke sicherlich eine Rolle gespielt.

Natürlich bin ich auch gegen Massentierhaltung und freue mich, wenn für meine Nahrung kein Tier sterben muss. Es gibt auch zwei bekannte Bücher zu dem Thema, für alle die mehr wissen wollen:

  1. Tiere essen von Jonathan Safran Foer
  2. Anständig Essen: Ein Selbstversuch von Karen Duve

Für mich ist ein überzeugendes Argument, das vegetarisches Essen wirklich lecker ist und noch dazu gesünder und klimafreundlicher. Klimafreundlich, da bei der Aufzucht und Verarbeitung von Tieren deutlich mehr Treibhausgase entstehen als bei der Herstellung pflanzlicher Produkte.

Buch-Tipp: Koch dich glücklich mit Ayurveda

Ich höre in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder, dass viele sich gerne gesünder ernähren würden. Die Umsetzung scheitert jedoch oft daran, dass Ihnen die Kreativität für neue Rezepte fehlt und man aus Gewohnheit immer die gleichen Sachen einkauft und kocht. Da habe ich einen tollen Tipp für euch: mich hat in dieser Hinsicht das Kochbuch von Volker Mehl „Koch dich glücklich mit Ayurveda“ inspiriert:

Ich habe in den letzten Monaten etliche Rezepte aus dem Koch-Buch ausprobiert und liebe die Rezepte und das ganze Buch! Volker Mehl vermittelt die Liebe und den Spaß am Kochen und gibt gleichzeitig einen guten Einblick in das Ayurveda-Universum. Ich habe in dem Koch-Buch schon viele neue Lieblingsrezepte gefunden: so haben z.B. das Ziegenfrischkäse-Ciabatta mit gerösteten Pinienkernen oder Paprika gefüllt mit Schafskäse-Spinat-Creme inzwischen einen festen Platz auf meiner Speisekarte. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr auch auf der Seite von Volker Mehl einige leckere vegetarische Ayurveda-Rezepte ausprobieren.

Zum Schluss noch ein kleiner Aufruf: schreibt mir doch als Kommentar, warum ihr Vegetarier geworden seid! Ich freue mich auf eure Antworten. Und wenn du noch kein Vegetarier bist, kannst du ja einfach mal über das Thema nachdenken und zumindest einmal pro Woche bewusst einen fleischlosen Tag einlegen.

Namasté

Deine Stefanie

P.S. Ich freue mich auch immer über Tipps für leckere vegetarische Rezepte!