Tag Archives: Yogapraxis

Yogatherapeutische Assists – Teil 5 meiner +300h Yogalehrer Ausbildung

13 Mrz

Das Thema von Teil 5 meiner +300h Yogalehrer Ausbildung im UNIT Yoga in Wiesbaden war Yogatherapeutische Assists. Für die Nicht-Yogalehrer unter meinen Bloglesern möchte ich als erstes den Begriff „Yogatherapie“ kurz erklären. Unter Yogatherapie verstehe ich, wenn die Yoga-Techniken gezielt auf bestimmte Beschwerden des Teilnehmers angepasst werden. Der Yogalehrer ist dabei kein Heiler oder Therapeut, sondern er kann seinem Yogaschüler dabei helfen, mit den richtigen Yogaübungen und der passenden Technik eine eigene Yogapraxis zu entwickeln, die vielleicht auch die körperlichen oder seelischen Beschwerden lindern könnte. Weiterlesen

#21daysofom: Lust und Frust bei der Yogapraxis zu Hause

22 Okt

HerzÜber drei Wochen ist es nun her, dass ich euch von der Yoga-Challenge geschrieben habe. 21 Tage lang habe ich nun mitgemacht und versucht jeden Tag mit einem Video von YogaMeHome zu Hause Yoga zu üben. Gestern hat Alexia ein Fazit von der Aktion gezogen und dabei festgestellt, dass Yoga für jeden etwas anderes bedeutet und vor allem „Home is where the heart is“. In diesem Sinne braucht jeder von uns seine persönliche Yogapraxis und kann jeden Tag auf´s Neue entscheiden, ob heute Pranayama, Asanas oder Meditation das Richtige ist. Weiterlesen

Blogger schenken Lesefreude: Yoga-Workouts gestalten

23 Apr

Heute ist Welttag des Buches, das lädt zum Lesen statt Fernsehen ein. Vor zwei Jahren habe ich zu diesem Anlass bei der Aktion „Lesefreunde“ der Stiftung Lesen mitgemacht und war einer von 40.000 Menschen in Deutschland, die Bücher an Freunde und Bekannte verschenkt hat. Das hat wirklich Spaß gemacht und die Beschenkten haben sich auch riesig über die Bücher gefreut. Weiterlesen

Für Schwangere: Mit Yogakarten zu Hause üben

29 Sep

Yoga in der Schwangerschaft tut gut. Es entspannt in der manchmal doch sehr turbulenten Zeit und ist gleichzeitig eine tolle Geburtsvorbereitung für die Schwangeren. Ich selbst habe in meinen beiden Schwangerschaften viel Yoga gemacht und fand die Wirkung immer super. Yoga in der SchwangerschaftNicht immer schafft man es aber im voll geplanten Alltag zu einem festen Yogakurs zu gehen. Wobei ich für Yoga-Einsteiger immer zuerst einen festen Kurs in einem Yogastudio empfehlen würde. Zusätzlich kann man anschießend zu Hause seine Yogaübungen machen. Dazu gibt es jetzt auch die passenden Yoga-Karten: „Yoga in der Schwangerschaft“-Übungskarten von Sandra Beck im Mankau-Verlag erschienen. Weiterlesen

Yoga kann so viel bedeuten. Das Ergebnis der Yoga-Blogparade

3 Jun

In den letzten Wochen haben viele Yoga-Blogger an der Blogparade teilgenommen und einen Beitrag zum Thema gepostet: „Was bedeutet Yoga für dich persönlich?“

Yoga bedeutet Veränderung aber gleichzeitig auch Ruhe und Entspannung. Yoga kann so viel bedeuten. Das Ergebnis der Yoga-Blogparade ist vielseitig und genau das spiegelt das Facettenreichtum von Yoga wider. Ich fand es sehr spannend die Beiträge der einzelnen Yoga-Blogger zu lesen.

Jeder hat seine eigenen Erfahrungen mit Yoga gemacht. Und jeder hat sein Yoga gefunden. Auf die Frage „Was bedeutet Yoga für dich persönlich?“ hat also jeder seine eigene Antwort. Außerdem konnten die Blogger bei ihren Posts auf folgende Fragen eingehen:

Engelsbild der Künstlerin Irmgard Koch

  • Welche Yogastil praktizierst du und warum?
  • Was gehört zu deiner täglichen Yogapraxis?
  • Welchen Einfluss hat Yoga auf deine Gesundheit?
  • Hast du deine Ernährung umgestellt seitdem du Yoga machst?
  • Wie wirkt sich Yoga auf deine Energie aus?

Hier die Zusammenfassung aller Beiträge zur Blogparade:

Yoga auf und abseits Matte

Als erstes hat der Feierabendyogi auf meine Frage geantwortet und dabei auch beschrieben wie bei ihm alles mit dem Yoga anfing. Außerdem was er auf der Matte treibt, was er abseits von der Matte gelernt hat und wo sein Weg hingeht.

Wie der Name des Blogs schon vermuten lässt, hat bei Stephan Yoga nach dem Feierabend angefangen. Im Vordergrund steht bei ihm die sportliche Komponente des Yoga, so übt er gerne am Abend auf der Matte seine Asanas. Seine Yogapraxis ist eher von Vinyasa als vom Nachspüren geprägt, daher tendiert er auch zum Ashtanga Yoga. „Aufgrund meiner katholischen Wurzeln spricht mich vor allem die Struktur und Systematik des Ashtanga an. Ich weiß genau, welche Asana wann auf mich wartet und so kann ich mich ganz im Flow verlieren und meinen Körper und Geist auf Autopiloten schalten. „ Für ihn ist seine Yogapraxis der willkommene Ausgleich zum Alltag im Büro.

Mit den Yamas und Niyamas beschäftigt er sich inzwischen auch internsiver. Seitdem er regelmäßig Yoga macht, hat sich seine Ernährung ganz schön geändert, z.B. ist nur noch wenig Fleisch auf dem Teller.

Wo es für den Feierabendyogi hingeht: „Yoga ist für mich eine Reise, die jedoch kein Ziel hat. Im Verlauf erhoffe ich mir, Alterserscheinungen vorzubeugen (im wahrsten Sinne des Wortes), nebenbei auch etwas Kraft zu gewinnen und irgendwann einmal eine ganze Primary Series zu absolvieren.“

Das ganze Leben ist Yoga

Für Kathy von gesundheit blog.at ist Yoga vielmehr als nur eine tolle Methode um Stress abzubauen und den Körper gesund zu halten. „Yoga findet nicht nur auf der Yogamatte oder im Himalaya statt.“ Sondern das ganze Leben ist Yoga.

Bei ihr hat alles mit einer Yogastunde während ihres Auslandaufenthaltes in Bali angefangen. „Zwischen den Reisfeldern übte ich verschiedene Yoga-Stile, von Kundalini Yoga, Ashtanga Yoga bis hin zu Vinyasa Flow erhielt ich einen wunderbaren Einblick in die Vielfalt der Yogatraditionen.“ Da sie zurück in der Heimat nicht das passende Yogastudio für sich gefunden hat, beschloss Kathy kurzerhand sich selbst zur Yogalehrerin ausbilden zu lassen.

Bei ihren Yogastunden möchte sie die Menschen mit Hatha-Yoga und Atemübungen zu einem gesunden Körper führen. Zudem helfe Yoga auch den Selbstwert wieder zu finden und eine ausgeglichene Persönlichkeit zu entwickeln. „Seitdem ich Yoga übe bin ich gelassener, sicher auch beweglicher und stehe mit beiden Beinen fest im Leben.“ Sie schließt damit, dass jeder der atmen kann, auch Yoga üben kann.

Yoga als Lebensgefühl und Lebensphilosophie

Für Ramses ist Yoga ein “System”, das ihm seit zehn Jahren effektiv hilft, sich als Mensch weiterzuentwickeln. Dazu gehören die Yogaübungen ebenso wie Meditationsübungen, um den Kopf freizubekommen. „Yoga ist jedoch noch etwas mehr als nur ein “System”. Es ist manchmal eine Art Lebensgefühl – eine Lebensphilosophie sogar, die mich oft so sehr beflügelt, dass ich am liebsten alle Menschen damit in Verbindung bringen möchte.“

Die Bedeutung von Yoga ist für Ramses auch die bewusste Beschäftigung mit dem Selbst und welchen Platz das Selbst im Universum hat. Yoga hilft so auch immer wieder zur eigenen Mitte zurückzukehren. Letztlich sieht er Yoga auch nur als ein Begriff, der ihm nicht wichtig ist, aber ihm hilft, wenn er meint diese Hilfe zu benötigen.

Die Faszination an der Wirkung von Ashtanga

Für Mario bedeutet Yoga vor allem seine Ashtanga Yogapraxis: ganz viel üben und dann kommt alles von selbst. Er beschreibt in seinem Post ausführlich, wie er im Mauritius-Urlaub zufällig zum Yoga kam und wie es dann weiterging, was für einen Yogastil er praktiziert und was ihn an Ashtanga fasziniert. „Ashtanga ist der meditative Flow in Atmen und Bewegung.“ Er praktiziert aussschließlich Ashtanga, das bedeutet auf deutsch soviel wie der achtgliedrige Pfad.

„Als Kerl kommt mir der Fokus auf Körper und Asanas sehr entgegen. Kraft, Athletik und Symmetrie des Körpers faszinieren mich sehr. Auch die festgelegten Übungssequenzen mit den ritualisiserten Mantras vorher und nachher passen wunderbar in das Gesamtkonzept.“

Aber nicht nur das körperliche, sondern vor allem auch die Philosophie dahinter fasziniert ihn. Interessanterweise decken sich das uralte Wissen mit den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft. Der Geist und das Hirn vitalisiert sich bereits durch eine bessere Körperhaltung und bewussteres Atmen. Hirnforscher nennen diese Wechselwirkung zwischen Geist und Körper Embodiment, ganz unabhängig vom Yoga.

Für Mario ist vor allem die Wirkung von Ashtanga Yoga das Faszinierende daran. „Ein indischer Lehrer von Dr. Ronald Steiner hat ihm als Antwort auf bohrende Fragen wie man diese und jene Haltung erreichen kann einmal gesagt: “Practice practice, and all is coming“. Seither wird dieser Satz häufig zitiert, wohl auch deshalb weil in diesem einfachen Satz die gesamte Essenz von Ashtanga steckt.“

Yoga ist in erster Linie ein Geschenk

Diana hatte die Frage nach der Bedeutung von Yoga für sie persönlich bereits vor zwei Jahren auf ihrem Blog beantwortet. Trotzdem hat sie an der Blogparade teilgenommen und die Gelegenheit genutzt, um zu sehen, was sich seitdem geändert hat. „Da ich Yoga vom „Hobby“ zum Beruf gemacht habe, bedeutet Yoga im Allgemeinen erst einmal meinen Lebensunterhalt damit zu bestreiten.“ Diana versteht Yoga ganzheitlich, sie lebt Yoga und gibt ihre Erfahrungen gerne weiter.  Für Sie hat Yoga ihr ganzes Leben im positiven Sinne verändert, dabei vor allem entschleunigt und auf das Wesentliche konzentriert.

Sie hat sich die Frage nach der Bedeutung von Yoga zu unterschiedlichen Zeitpunkten gestellt und kam jedes Mal zu anderen Antworten. Das finde ich spannend. Sie hat sich auch selbst gefragt, woran das liegt. Eine Erklärung wäre, dass Yoga sich dem Leben und den Umständen anpasst. Während Yoga uns morgens Energie für den Tag geben kann, hilft Yoga uns abends zur Ruhe zu kommen und zu einem erholsamen Schlaf zu finden. „Zwischendurch schenkt mir Yoga die Gelassenheit bei den Missgeschicken des Alltags. Yoga hilft mir mich täglich besser kennen zu lernen.“

Bei ihr ändert sich die Bedeutung von Yoga nicht nur im Laufe des Tages, sondern darüber hinaus auch im Verlauf des Jahres durch die Jahreszeiten. „Nicht umsonst sagt man, dass Yoga ein lebenslanger Prozess ist. Mal fühlt man sich näher am Ziel und mal weiter weg. Je länger ich Yoga ausübe, desto größer wird der Stellenwert, den es in meinem Leben ausübt, da ich mich und meinen Körper besser verstehen lerne. In erster Linie ist Yoga ein Geschenk für mich, das mein Leben bereichert.“ Daher dankt Sie auch ihren Yoga-Lehrern und Yoga-Schülern, die ihr so viel geben.

Yoga gibt fantastisch viel Energie

Am letzten Tag der Blogparade hat es Yogalinus auch noch rechtzeitig geschafft, an der Yoga-Blogparade teilzunehmen. Sie ist dabei auf alle Fragen (siehe oben) zum Thema die Bedeutung von Yoga für dich persönlich näher eingegangen.

Bezüglich ihres Yogastils möchte Sie sich nicht in eine Schublade stecken lassen. Sie praktiziert Hatha Yoga mit unterschiedlichen Einflüssen aus dem Sivananda, Iyengar oder Vinyasa/Ashtanga/Power Yoga. Für Sie ist nicht der Yogastil entscheidend, sondern die Mischung macht es: mal dynamisch, mal meditativ. Ihre tägliche Yogapraxis besteht aus eine kurzen Meditation am Morgen sowie Pranayama & Asanas am Abend. „Klappt nicht jeden Tag, und jetzt wo ich 2 Yogakurse die Woche abends nach der Arbeit unterrichte, merke ich schon, dass meine eigene Praxis etwas kürzer tritt. Aber das Unterrichten und die Beschäftigung mit der Materie wirken ausgleichend.“

Sie lebt bereits seit 15 Jahren fast vegetarisch und achtet auch verstärkt auf gesunde und vollwertige Ernährung. Auch beim Einkauf achtet Sie auf Bio und Fairtraide-Produkte. Die Frage wie sich Yoga auf ihre Energie auswirkt beantwortet sie mit fantastisch. „Ich bin in vielem schon gelassener geworden (oder liegts am Alter?). Nach dem Yoga fühle ich mich meist sehr erfrischt & voller neuer Kraft. Ich kann es nur weiterempfehlen …“

Yoga als perfekter Ausgleich für Körper, Geist und Seele

Auch ich habe als Yogastern die Frage beantwortet und habe dabei ausführlich die Auswirkungen von Yoga auf meine Energie, Gesundheit und Ernährung beschrieben. Durch Yoga habe ich gelernt, meinen Geist zur Ruhe zu bringen, ich lasse die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen. Ich selbst praktiziere seit vier Jahren Vinyasa Power Yoga, in dem ich auch meine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht habe. Zuvor habe ich jedoch auch über sechs Jahr Hatha-Yoga praktiziert und prinzipiell immer offen für andere Yogastile.

„Durch Yoga habe ich also den perfekten Ausgleich für Körper, Geist und Seele gefunden.“ Yoga gibt mir Energie für den Tag, hilft wirklich gegen meine Rückenschmerzen und zum Stressabbau. Inzwischen lebe ich viel bewusster, versuche die kleine Augenblicke des Lebens zu genießen.

Das interessante an Yoga ist ja auch, dass es immer noch etwas neues dazuzulernen gibt und der Weg ein sehr langer ist. „Ich bin aber noch mittendrin auf meinem Yogaweg. Das ist ja das tolle an Yoga, es ist so vielschichtig und facettenreich, dass man täglich etwas neues dazulernen kann.“

Mein Fazit ist: Yoga ist für jeden etwas besonders. An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön für eure Beiträge und auch für alle netten Worten von den anderen, die es fast noch geschafft hätten teilzunehmen, sich jedenfalls zum Thema ihre Gedanken gemacht haben.

Übrigens: Inspiriert diese zweite Yoga-Blogparade zu starten, wurde ich auch von Silvio, der letzten Sommer auf seiner Yogatraumreise-Seite zur ersten Yoga-Blogparade aufrief zum Thema: „Muss Yoga immer spirituell sein?

Wer weiß, vielleicht ist einer von euch der nächste, der eine ähnliche Aktion startet?! Ich habe mich jedenfalls sehr über eure positiven Reaktionen und Beiträge gefreut und finde es super, wenn wir uns auf diese Weise über Yoga austauschen und vernetzen.

Der Feierabendyogi Stephan hat am Ende seines Blogeintrages geschrieben, dass er sich freuen würde, einige der Yogis da draußen persönlich kennenzulernen. Das ist doch eine super Idee, daran habe ich auch schon öfter gedacht. Was haltet ihr davon? Seid ihr dabei? Dann sollten wir mal ein Yoga-Bloggertreffen organisieren 🙂

Namasté, Stefanie