Seit zwei Jahren habe ich nun die Anerkennung der Krankenkassen für meine Yogakurse. Davon profitieren vor allem meine Teilnehmer, die gesetzlich versichert sind. Aber auch einige von den privatversicherten Teilnehmern. Die Erstattung für meine Kursteilnehmer funktioniert mit der ausgestellten Teilnahmebescheinigung unkompliziert, sie haben innerhalb von wenigen Tagen ihren Zuschuss von der Krankenkasse auf ihrem Konto.

Bevor ich meine Yogakurse von der zentralen Prüfstelle Prävention anerkennen lassen habe, hatte ich auch schon genügend Teilnehmer für meine Yogakurse. Ich arbeite seit einigen Jahren mit festen Yoga-Kursen, die 8-10 Wochen lang gehen. Ich persönlich habe die Krankenkassen-Zulassung daher nicht gemacht, um mehr neue Schüler zu bekommen. Aber auch das kann eine Motivation für Yogalehrer sein diesen Schritt zu gehen, denn ich bekomme tatsächlich auch viele Anfragen über die Seiten der Krankenkassen.

Meine Motivation für die Anerkennung meiner Yogakurse

Bei mir war damals vielmehr der Grund, meinen TeilnehmerInnen etwas zurückzugeben. Viele Yogaschüler von mir buchen gleich mehrere Kurse bei mir: Zum Beispiel Yoga in der Schwangerschaft, Yoga zur Rückbildung und dann noch einen Yogakurs für den Rücken. Sie freuen sich riesig, wenn die Krankenkasse einen Teil oder manchmal sogar den ganzen Yogakurs erstattet. Und ich freue mich mit ihnen, da ich es toll finde, wenn die Krankenkasse Yoga zur Entspannung als Prävention anerkennen.

Positive Wirkungen von Yoga

Denn Yoga hilft dabei gesünder zu leben, seinem Körper etwas Gutes zu tun, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Viele meiner Teilnehmer, die regelmäßig einmal die Woche zum Yoga-Kurs kommen, haben nach einigen Wochen oder Monaten keine Rückenschmerzen mehr. Sie sind viel entspannter und haben auch weniger Probleme mit einem verspannten Nacken oder Schultern. Das freut mich immer riesig, wenn ich positive Rückmeldung von meinen Teilnehmer bekomme und sehe, wie Yoga wirken kann.

Wir funktioniert die Zulassung bei der Prüfstelle Prävention?

Immer wenn ich anderen Yogalehrern erzähle, das ich meine Yogakurse habe zertifizieren lassen, ernte ich Bewunderung, Anerkennung und oft auch einfach nur Respekt:

  • Wie hast du das gemacht?
  • Hast du dich durch die ganze Bürokratie durchgewurschtelt?
  • Was brauche ich dafür, um das auch zu machen?

Ich habe den Vorteil durch mein Psychologie und Soziologie Studium schon ein Gesundheitsberuf zu haben. Deshalb musste ich die 200 Stunden nach Abschluss der Yogalehrer Ausbildung nicht mehr nachweisen. Ich kennen aber auch andere Yogalehrer, die nach dem Abschluss die 200 Stunden auf den Nachweis Zettel eingetragen haben und eingereicht haben und auch das funktioniert sehr gut mit etwas Disziplin und Ausdauer.

Ich denke, dass es für alle hauptberuflichen Yogalehrer Sinn macht, sich einmal mit diesem Thema zu beschäftigen und zu schauen: Was fehlt mir noch, um die Zertifizierung der zentralen Prüfstelle Prävention zu bekommen?

Yoga zur Entspannung als Prävention

Ich finde es so sinnvoll, dass auf diese Art und Weise die Krankenkassen in die Gesundheits-Prävention ihrer Versicherten investieren. Gerade in Zeit von dem allgegenwärtigen Stress, dem schnelllebigen Wandel und immer mehr Burn-Out Diagnosen kann Yoga helfen, mehr Ruhe und Entspannung ins Leben zu integrieren. Daher ist es mir ein Herzensanliegen andere zu motivieren auch Zeit darin zu investieren ihre Yoga-Kurse bei der zentralen Prüfstelle Prävention zertifizieren zu lassen.

Daher informiere dich einfach:

  • Welche Bedingungen erfüllst du schon?
  • Was brauchst du noch?
  • Welche Weiterbildung musst du vielleicht dafür noch buchen, um langfristig auch deinen Yogaschülern diesen Vorteil bieten zu können?

Wie habe ich das gemacht?

Zunächst einmal habe ich mich über die Webseite der zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) registriert. Dort habe ich auch alle Informationen und den Leitfaden heruntergeladen, um mich zu informieren. Danach habe ich mich mit anderen Yogalehrern ausgetauscht und sie gefragt, was sie getan haben, um die Zertifizierung zu bekommen. Ich habe auch mehrmals bei der kostenlosen Hotline der ZPP angerufen, um meine Fragen zu stellen.

Sehr hilfreich, war für mich die Mustervorlage für ein mögliches Stundenkonzept. Es gibt Online ein Dokument zum Runterzuladen, dass du als Vorlage für die Erstellung deiner Stundenkonzepte nutzen kannst für die 8, 10 oder 12-wöchigen festen Yogakurse. Kürzere Einheiten wie 4, 5- oder 6-wöchige Yogakurse werden leider nicht anerkannt und können somit nicht eingereicht werden.

Alles in Ruhe ausfüllen

Dann habe ich alle Dokumente jeweils als PDF abgespeichert und mein Diplom von meinem Universitätsabschluss, mein Yogalehrer Diplom über die 500-stündige Yogalehrer Ausbildung sowie das Stundenkonzept für einen acht- sowie zehnwöchigen Yogakurs hochgeladen. Darüber hinaus gibt es noch einige Sachen Online im Formular auszufüllen, wie zum Beispiel die Zielgruppe, die Kursbeschreibung, die Größe deiner Gruppe, die Raum-Ausstattung und so weiter…

Als ich alles zusammen hatte und hochgeladen hatte war es soweit – ich habe alles eingereicht und habe auf Antwort gewartet. Bei mir und auch bei vielen anderen die ich kenne gab es dann immer mal noch Rückfragen etwas nach zu reichen und etwas anderes war noch nicht korrekt ausgefüllt. Davon darfst du dich nicht entmutigen lassen, denn für mich gehört zur Yoga Praxis auch Disziplin und Ausdauer. Einfach mal einen langen Atem haben und durchhalten. Also am besten die Hotline anrufen (Telefonnummer: 0201/5658290)
und nachfragen:

  • Was muss ich noch ausfüllen?
  • Was fehlt mir noch konkret?
  • Mein Tipp: Um Hilfe bitten!

Die Prüfung deines Yogakurses einleiten

Und dann Schritt für Schritt noch mal alles durchgehen und letztendlich abschicken und auf den Button klicken: Die Prüfung einleiten. Ich drücke dir die Daumen, dass alles funktioniert.

Hier gibt es auch nochmal alles Schritt für Schritt Anleitung: einfach erklärt.

Wenn du Fragen zum Thema hast, schreibe sie gerne als Kommentar, dann beantworte ich sie für alle. Auch im Rahmen meines Business Coachings für Yogalehrer kann ich dir gerne auf deinem Herzensweg weiterhelfen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Anmeldung, es lohnt sich!

Namasté,
deine Stefanie

12 thoughts on “Appell an alle Yogalehrer: Lasst eure Kurse von der zentralen Prüfstelle Prävention zertifizieren

  1. Liebe Stefanie, Du schreibst Du bietest Yoga für den Rücken an. Wurde Dir das so zertifiziert? Mir wurde gesagt, daß Rücken und Yoga verschiedene Kategorien sind, und daher das Wort Rücken nicht erscheinen darf. Darf jede Stunde nur Hatha Yoga genannt werden? Und wieviele Handouts sind zu dem einzelnen Konzept einzureichen? Manche haben ein Handout zu jeder Stunden. Wie handhabst Du dies? Ich danke Dir!

    1. Liebe Sandra,
      danke dir für deine Fragen. Du kannst deine Yogakurse “Hatha Yoga” oder auch “Hatha Yoga für Einsteiger und Wiedereinsteiger” nennen. Diese Bezeichnung funktioniert, wenn du Yogakurse nach dem Prinzip Entspannung geben möchtest.
      Du kannst 1 bis 3 Handouts für den gesamten Yogakurs machen. Oder aber ein Handout für jede Yogastunde. Es ist aber nicht vorgeschrieben, wie viele Handouts du machen musst und wie lange diese sein müssen. Das bedeutet du kannst es selbst entscheiden. Bei mir gibt es insgesamt 3-4 Seiten Handouts für den gesamten Yogakurs. Bei weiteren Fragen kannst du mir auch eine Mail schreiben an: info@yogastern.com
      Liebe Grüße und Namasté
      Stefanie

    1. Liebe Melanie,
      das müsstest du am besten mit der Hotline der zentralen Prüfstelle Prävention klären. Ich habe zwei verschiedene Handouts, eines für die Schwangeren-Yogakurse und eines für die Hatha-Yogakurse gemacht.
      Liebe Grüße
      Stefanie

  2. Hallo liebe Stefanie,
    Kann man einen Yogakurs mit Schwerpunkt “Rückbildung” bei entsprecher Qualifikation zertifizieren lassen? Ich habe gehört das dürfen nur noch Hebammen mit der Krankenkasse abrechnen…
    Ganz liebe Grüße und Danke für diese Seite
    Anika

    1. Liebe Anika,
      das freut mich, dass dir meine Seite und mein Yogastern-Blog gefällt.
      Das ist richtig, du kannst einen Kurs mit dem Schwerpunkt Hatha Yoga zur Entspannung oder einen Yogakurs für Schwangere nach dem Präventionsprinzip Entspannung zertifizieren lassen. Rückbildungskurse rechnen die Hebammen direkt mit den Krankenkassen ab. Du kannst aber Yogakurse nach der Rückbildung anbieten mit dem Schwerpunkt Entspannung.

      Liebe Grüße
      Stefanie

  3. Hallo Stefanie,

    wo genau finde ich die Mustervorlage eines möglichen Kundenkonzepts. Ich finde die Seite der ZPP nicht besonders übersichtlich. Ohne deine Anleitung hatte ich überhaupt keine Motivation, weil man sich auf der Seite so verloren fühlt, wenn man keinen Plan hat, was man nun als nächstes tun muss…also danke für deinen tollen Artikel!

    1. Hallo liebe Julia,
      das freut mich, dass ich dich zu diesem Schritt motivieren kann. Deine Teilnehmer werden sich dann auch freuen, wenn du die Zertifizierung hast. Als ich mich 2017 habe zertifizieren lassen von der ZPP gab es noch die Mustervorlage zum Download auf der Webseite. Diese finde ich nun nicht mehr. Am besten ruft du mal bei der Hotline an und erkundigst dich.
      Ganz unten auf der Webseite der ZPP findest du einen Download-Bereich, dort findest du auch einige Info:
      https://www.zentrale-pruefstelle-praevention.de
      Liebe Grüße, Stefanie

  4. Sorry, noch eine Frage, wo genau hast du alle Informationen und vorallem den Leitfaden herunterladen können? Dort findet man wahrscheinlich dann auch die Mustervorlage, oder?

  5. Hallo liebe Julia,

    du schreibst dass Hatha Yoga und Schwangeren Yoga zertifiziert werden. Nun bin ich ziemlich verunsichert, denn ich habe eine Ausbildung zu Vinyasa Power Yoga 200h, die ich aktuell mit weiteren 300h zu 500h aufstocke. Bei der Vinyasa Power Yoga Akademie. Sie werben damit dass man sich mit der Ausbildung bei der ZPP bewerben kann. Heute habe ich auch von einer anderen Yogalehrerin gehört dass man nur Hatha Yoga zertifizieren lassen kann. Kannst du Licht ins Dunkel bringen?

    Viele Grüße und besten Dank im Voraus

    1. Liebe Julia,
      ich hoffe, ich kann dir helfen. Hatha Yoga ist der Überbegriff für alle bewegungsorientierten Yogaformen. Auch deine Ausbildung im Vinyasa Yoga würde dann unter den Begriff Hatha Yoga fallen. Wenn du die 500 Stunden abgeschlossen hast, kannst du dich danach bei der ZPP um die Zertifizierung deiner Yogakurse kümmern. Wenn du dabei Hilfe brauchst, kannst du mir gerne eine E-Mail schreiben an: info@yogastern.com
      Liebe Grüße und Namaste,
      Stefanie

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