Vielleicht stellst auch du fest, dass du eigentlich den ganzen lieben langen Tag Gedanken denkst. Eine beträchtliche Summe kommt da zusammen und als ich zum ersten Mal mit der Zahl konfrontiert gewesen bin, war ich schon ziemlich erstaunt. Bis zu 60.000 Gedanken sind es tagtäglich, die da so durch den Supercomputer unser Gehirn rauschen. 

Das Gedankenkarussell

Gastautorin Katrin Michel hat sich näher mit dem Thema beschäftigt und begann, zu beobachten: Was sind das eigentlich für Gedanken, die ich mir da so sage. Eine durchweg spannende Erfahrung, denn es braucht Achtsamkeit und auch etwas Übung dafür einfach nur wahrzunehmen ohne zu bewerten. Zugegebenermaßen, ich habe festgestellt, dass sich oftmals auch negative Gedanken darunter mischen. Angefangen von „Das werde ich niemals schaffen!“ bis hin zu „Ich habe so schlecht geschlafen und bin einfach nur müde! Wie soll ich bloß den Rest des Tages schaffen?“, erzähle ich mir ziemlich viele negative Dinge. 

Und da mag es dann auch nicht verblüffen, dass ich mich an dem ein oder anderen Tag anstatt kraftvoll und ausgeglichen, ausgelaugt und muffelig fühle. Das zu erkennen war für mich alles andere als nice (so wie es meine beiden großen Söhne ausdrücken würden). Aber es bot mir auch eine unglaubliche Chance, denn so hatte ich die Möglichkeit bewusst etwas daran zu verändern. Das was wir denken wird zu unserer Wahrheit und die negative Stimme in dir kennst auch du vielleicht. Sie ist manchmal so viel lauter als die, die uns lobt, uns mag und uns wertschätzt.  

Das Geheimnis: Affirmationen

Genau hier kommen Affirmationen ins Spiel. Affirmationen sind klare und positiv formulierte Sätze oder auch nur Worte, die du leise oder auch laut zu dir oder in Gedanken sagen kannst. Immer und immer wieder. Die Wiederholung ist das Geheimnis der Affirmationen, denn dadurch setzten sie sich in deinem Unterbewusstsein fest. Du schaffst so eine Gedanken Alternative und kannst bewusst gegensteuern zu deinem Gedankenkarussell oder zu dem Äffchen, das wild von einem Baum zum nächsten hüpft und dir negative Gedanken zuflüstert oder sogar zuschreit. Dabei können Affirmationen zusätzlich noch etwas unglaublich Geniales: Sie sind in der Lage alte Glaubensmuster und Gedankenstrukturen auflösen und durch neue, positive zu ersetzen. Allein dadurch, dass man sie denkt. Ein unglaublicher Schatz, der sich hier verbirgt, den auch du für dich nutzen kannst.

Affirmationen in der Schwangerschaft

Gerade in der Schwangerschaft und zur Vorbereitung auf die Geburt können Affirmationen ein super Tool sein, um sich positiv auf das vorzubereiten, was man erlebt bzw. was man erleben möchte. Denn gerade in diesen Lebensbereichen sind wir oftmals von Kindheit auf geprägt. So haben viele von uns das Bild vor Augen, dass Geburt schmerzhaft sei und dieser Glaubenssatz ist sehr fest verwurzelt. Doch muss das wirklich zwangsläufig so sein? Woher stammt eigentlich diese Annahme, die zu einer festen Überzeugung geworden ist? Und kann ich Schwangerschaft und Geburt vielleicht auch als Fest sehen, dass ich feiern und genießen kann und darf?

In meine Schwangerschaften habe ich viel mit Affirmationen gearbeitet. Dabei habe ich mir Sätze und Wörter aufgeschrieben, an die ich wirklich  glauben konnte. „Ich bin eine kraftvoll gebärende Frau“, „Ich bereite mich auf eine sanfte Geburt im Vertrauen vor“, „Ich und mein Baby sind ein starkes Team“, „Jede Welle trägt mich näher zu meinem Baby!“. Außerdem habe ich mir Karten gemalt, was ein unglaublich schöner, kreativer Prozess gewesen ist und habe sie mir in meiner Wohnung an Orten aufgehängt, an denen ich mehrmals am Tag vorbeikomme. So habe ich diese Sätze immer und immer wieder gelesen, gesagt und wiederholt und sie dadurch manifestiert. Zusätzlich dazu habe ich mir Audios eingesprochen und diese vor dem Schlafen gehen und im Schlaf selbst angehört. Denn auch hier hört das Unterbewusstsein zu! Ohne ablenkende Gedanken. 

Mit der Zeit stellte ich fest, dass sich so viel in mir selbst verändert hat und ich habe angefangen mich auf die Geburt meines Babys zu freuen. Ich wollte diesen Moment feiern und genießen und mit mir und meinem Baby verbunden sein. Genau das habe ich während der letzten von drei Geburten erlebt. Die Affirmationen haben mich durch die Geburt getragen. Selbst in Phasen, die durchaus anstrengend gewesen sind, konnte ich einen positiven Kontext halten und Kraft, Stärke aber auch Entspannung schöpfen. Ich für mich habe gelernt, dass wir das in unser Leben holen, was wir denken und Affirmationen sind eine Möglichkeit um positiv, kraftvoll und im Vertrauen das Leben zu leben, das man möchte. 

Die Arbeit mit Affirmationskarten

Diese Karten werden dich kraftvoll begleiten. Sie führen dich ins Vertrauen und zu deiner Intuition und in eine tiefe Verbindung zu deinem Baby und zu deinem Körper. Du bist Leben und du schenkst Leben. Du bist eine kraftvolle Geburtsgöttin. Wir laden dich ein, die Geburt als ein einzigartiges Fest der Liebe zu feiern!

Hier bekommst du mehr Infos über die Karten und kannst sie auch direkt bestellen.

Über die Gastautorin Katrin

Katrin Michel ist Mama von 3 Söhnen und versteht sich als Wegbegleiterin für Frauen in jeglichen Übergängen. Sie sagt über sich: Als Biologin feiere ich die Entstehung des Lebens und das Wunder der Geburt und blicke mit Faszination und Demut auf jedes Individuum. Mein großer Wunsch ist es, werdende Eltern wieder ein Stück näher zu ihrer Intuition, in die Selbstbestimmung und ins Vertrauen bringen.

© Katrin Michel

Ich bin Mitgründerin der Gebärmütter, dem Netzwerk für Schwangerschaft, Geburt, Familie und dem Frausein, Inhaberin von kamija und zudem Autorin von „Mama werden, Mama sein” und “Meditationen für Mamas”, Meditationscoach, Yogalehrerin und HypnoBirthing-Kursleiterin. Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, eine persönliche Begleitung in einer 1:1 Session wünscht, dann schau gerne auf www.kamija.de oder www.gebaermuetter.de


Vielen Dank liebe Katrin für deinen tollen Beitrag und die wunderbar liebevoll gestalteten Affirmationskarten. Auch ich durfte sie schon benutzen und kann sie allen Schwangeren wirklich sehr ans Herz legen!


Alle Fotos © Katrin Michel

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